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| Nach der Convention ist vor der Convention | | | Vom 09. – 10.10.2007 fand unsere 6. IMIG Convention in der Stadthalle Leonberg statt. Mit fast hundert Besuchern und über 20 Referenten von verschiedensten Firmen kann man mit fug und recht behaupten, dass die IMIG Convention eine etablierte und vielseitige Veranstaltung ist. Aus diesem Grund wird die IMIG Convention auch in diesem Jahr vom 09.10.-10.10. in Leonberg stattfinden. Am 09.10.2007 wurde die IMIG Convention von Professor Dr. Hans-Jürgen Warnecke, ehemaliger Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, dem Oberbürgermeister Herr Bernhard Schuler und dem Vorstandsvorsitzenden der IMIG AG, Herr Dr. Matthias Hartmann, im Großen Saal der Stadthalle Leonberg eröffnet. Danach hielt Dr. Martin Stark, der Mitglied der Unternehmensleitung bei Freudenberg & Co. KG ist, den ersten Vortrag zum Thema „Operational Excellence & Produktion in Netzwerken – Erfahrungen der Freudenberg Gruppe“. Anschließend ging, der Manager Program and Market von Festo, Thomas Lichtenberger bei seinem Vortrag „Marktstrategie und Innovationsmanagement – Wichtige Erfolgsfaktoren bei Festo“ auf das Strategie- und Technologiemanagement seines Unternehmens ein. Es folgte ein Kurzvortrag der „Deutschen Leasing“ über „Leasing – innovativer Baustein im Finanzierungsmix des Mittelstandes“. Der letzte Vortrag des ersten Tages wurde von Dr. Matthias Hartmann gehalten. Er führte auf, wie man die Zukunft eines Unternehmens durch und mit den Bereichen Produktion – Logistik – Innovation dauerhaft und erfolgreich gestalten kann. Des Weiteren ging er am Ende seines Vortrages noch auf das „International Future Management Leader-Training“ oder kurz IFML ein. Dieses Programm wurde an diesem Tage zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Es beinhaltet, dass Führungskräfte der Zukunft in erfolgsrelevanten Gebieten sowohl theoretisch als auch praktisch in einem internationalen Rahmen gezielt ausgebildet und gefördert werden. | | Der Abschluss des ersten Tages bildete die schon traditionelle Abendveranstaltung. Neben Speis und Trank konnte man sich in gemütlicher Atmosphäre unterhalten. Ein Höhepunkt dieses Abends war sicherlich, wie auch von mehreren Seiten bestätigt, das Improvisationstheater „Subito!“. Bei ihrer Darbietung ging es zunächst darum, dass sich die Zuschauer durch Massagen auflockerten. Danach unterhielten sie das Publikum durch kurze stand-up Sketche. Mit herzlichem Applaus wurde das Improvisationstheater am Ende Ihrer Vorstellung verabschiedet. |  | | Am nächsten Morgen teilte sich das Publikum in die drei parallele Fachforen Logistik, Produktion und Innovation auf. Dies wurde bei der IMIG Convention zum ersten Mal so durchgeführt und sollte den einzelnen Besuchern die Möglichkeit geben, einzelne Themen intensiv zu vertiefen. Das neue Angebot kam sehr gut an. |  | In der Parallelveranstaltung Produktion startete Eric Schmidhäuser, Geschäftsführer der Gerresheimer Wertheim GmbH, mit einem Vortrag über das Gerresheimer Produktionssystem. Anschließend referierten Dr. Günter Eissing, Projektleiter der IMIG AG, und Markus Mengkowski, Fabrikleiter der Hella KgaA Hueck & Co., über die „Arbeitsplatzorganisation für die JIT Fertigung“. Dr. Günter Eissing erläuterte bei seinem Part die Prinzipien der Just in time (JIT) Fertigung. Markus Mengkowski ging in seinem Teil dann beispielhaft auf einen Kaizen-Workshop bei Hella ein. Als nächster Redner folgte Udo Baginski, der für den Bereich Industrial Engineering Produktbereiche Herde bei BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH zuständig ist. Sein Vortrag behandelte die Themen: „Mindsetting im Veränderungsprozess“ und „Veränderung verstehen und managen“. Nach der ersten Pause des Tages wurde in der Veranstaltung Produktion ein Workshop mit dem Namen „Apollo 13“ unter Anleitung von Manfred Hof, Leiter Business Unit Produktion der IMIG AG, durchgeführt. Ziel dieses Workshops war, ein Problem in interdisziplinären Teams zu lösen. Hierfür wurden die Teilnehmer in mehrere Gruppen aufgeteilt. Die Aufgabe für diese Gruppen lautete nun aus verschiedenen Materialien (z.B. Tesafilm, Flipchart-Papier) etwas zu basteln, damit die Apollo 13 Kapsel (hier ein rohes Ei) sicher auf der Erde landen kann. Es wurde viel diskutiert und geplant und am Ende gebastelt. Bei den anschließenden Tests haben es dann 2 Gruppen tatsächlich geschafft, dass ihre Kapsel (das rohe Ei) heil landete. | | | Nach der Mittagspause konnten die Teilnehmer dem Vortrag von Maurizio Palmisano über Six Sigma lauschen. Den letzten Beitrag in der Parallelveranstaltung Produktion hielt der Geschäftsführer der INFO GmbH Wolfgang Kring. Sein Vortrag behandelte den Themenbereich „Mitarbeitersysteme, Einbindung der Mitarbeiter in den Veränderunsprozess durch direktes Feedback“. Er zeigte auf, wie wichtig es ist, die Mitarbeiter eines Unternehmens zu fordern und fördern. Die Logistik-Veranstaltung eröffnete der Leiter Business Unit Logistik der IMIG AG, Gerald Widmaier, mit seinem Vortrag über die Entwicklungs- trends zum Supply Chain Management (SCM). Die Fortsetzung machte Ernst Schroll, der bei der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH Leiter Produktionslogistik in Traunreut ist, mit seinem Vortrag über die „Ganzheitliche Gestaltung der Supply Chain im Rahmen der Einführung eines Produktionssystems“. Anschließend ging der Leiter Supply Chain Management der Firma CLAAS Selbstfahrende Erntemaschinen GmbH, Dietmar Düsing, auf effiziente Planungs- und Lieferprozesse ein, um die saisonalen Schwankungen, mit denen der Erntemaschinenhersteller Claas zu kämpfen hat, optimal abzudecken. Nach der Pause hielt Marco Christalle einen Vortrag über die Themen Wertstromanalyse und -design bei Hella und die Vorzüge dieser Tools. Es folgte Dr. Gerd Schlaich, der bei der Daimler AG die Position des Director Advanced Supplier & Commodity Management inne hat. Er referierte über standardisierte Einkaufs- und Beschaffungsprozesse bei der Daimler AG. Den Abschluss in der Logistikveranstaltung machte Dr. Jasmin Stahl, die auf das C-Teile-Management bei der Rutronik GmbH einging. Das Fachforum Innovation, welches parallel zu der Produktion- und Logistikveranstaltung stattfand startete mit einem Vortrag von Andreas Keck, Projektleiter der IMIG AG, und dem Berater der FMIC Inc., Paul Kramer. Sie behandelten das Thema Future Management und erläuterten, wie wichtig es ist, ein ganzheitliches Innovationssystem im Unternehmen zu etablieren, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Anschließend zeigte Dr. Andreas Siebe, Mitglied des Vorstandes bei der ScMI AG, auf, wie wichtig es für die Strategie von morgen ist, dass man zukünftige Chancen und Risiken durch ein gutes Szenario-Management abschätzt und bewertet. Der Kaufmännische Leiter der Jacob GmbH, Bernd Bohl, hielt danach einen Vortrag über die „Strategische Unternehmenspositionierung und –ausrichtung bei der Jacob Gruppe“. Die Jacob Gruppe ist ein erfolgreicher mittelständischer Hersteller von Kabelverschraubungen mit Hauptsitz in Baden-Württemberg. Der anschließende Beitrag des Geschäftsführers der teamtechnik Maschinen und Anlagen GmbH, Stefan Roßkopf, hatte den Titel „Profitables Wachstum durch Innovationsmanagement“. Er zeigte am Beispiel seines Unternehmens, wie der Innovationsprozess durchgeführt wird. Dr. Manfred Oesterle, Vice President Automation and Drives der KSB AG, und Gerald Schmidt, Projektleiter der IMIG AG, erklärten anschließend, wie schnelles und sicheres Anlaufmanagement gut gelingen kann und was hierbei beachtet werden muss. Nach der Mittagspause wurde auch in der Innovationsveranstaltung ein Workshop mit dem Namen „Future Management“ durchgeführt. Dieser Workshop wurde von Dr. Andreas Siebe moderiert. Auch bei diesem Workshop wurde in Gruppen gearbeitet. Ziel dieser Gruppen war es, Trends bei Kaffeemaschinen der Zukunft zu entwickeln bzw. voraus zu ahnen. | | Nach den drei Fachforen trafen sich alle Teilnehmer wieder im großen Saal für den letzten Vortrag des heutigen Tages. Erwin Staudt, Präsident des amtierenden Fußballmeisters VfB Stuttgarts, gab allen Teilnehmern, durch seinen Vortrag “Strategische Ausrichtung des VfB Stuttgart – Parallelen zwischen Wirtschaft und Sport“, die Möglichkeit über den „alltäglichen“ Tellerrand des Geschäftslebens hinaus zu blicken. Auf der einen Seite erläuterte er, wie ein Sportverein von der Größe des VfB Stuttgart aus wirtschaftlicher Sicht agieren muss und mit welchen Kennzahlen gearbeitet wird. |  | | Auf der anderen Seite erzählte er auch, wie schwierig es ist, in einem so wirtschaftsstarken Standort, wie es der Großraum Stuttgart ist, seine Fans zu befriedigen. Durch seine jahrlange Tätigkeit als Geschäftsführer der IBM Deutschland GmbH konnte er auch immer wieder den Vergleich zur Industrieunternehmen aufzeigen und über seine Erfahrungen berichten. Zum Schluss hatte Erwin Staudt noch für alle Teilnehmer ein paar Tipps parat. Unter anderem erklärte er, dass man als Unternehmensführer immer wissen müsse, wohin sich der Markt bewegt und wo man seine Investitionen tätigen sollte und wo nicht. Der Vortrag war wohl auch das Highlight dieser Veranstaltung. Hier ein kurzes Statement eines Teilnehmers der IMIG Convention: „Der Vortrag von Herrn Staudt war inhaltlich und von der Art der Präsentation einfach toll und lebendig.“ Nach Erwin Staudts Vortrag gab es noch eine kleine Gruppendiskussion, bei der sich die Herren Dr. Hartmann, Schmidhäuser, Schroll und Mengkowski den Fragen des Plenums stellten und über den einen oder anderen Punkt der zwei Tage noch diskutierten. Als Abschluss kann man sagen, dass die 6. IMIG Convention wieder einmal ein voller Erfolg war. Aus diesem Grund ist nach der Convention vor der Convention. Der Termin der 7. IMIG Convention wird der 09.10. und 10.10. im Jahr 2008 sein. Also merken Sie sich diesen Termin schon einmal vor. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit interessanten Themen und Neuigkeiten aus der Wirtschaft. |
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